Die Welt des Frater Felix Fabri

© Stadtbibliothek Ulm
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Internationale Tagung am 9. und 10. September

Zu den bedeutendsten Werken im historischen Bestand der Ulmer Bibliothek gehört das dreibändige Autograph Felix Fabris. Leben und Werk des Dominikanermönchs um 1440 bis 1502 werden in einer Tagung sowohl der Ulmer Bürgerschaft als auch dem Fachpublikum zugänglich gemacht. Diese Veranstaltung findet in Kooperation mit dem Haus der Begegnung Ulm und dem Historischen Institut der Universität Stuttgart statt.

Die zweitägige Veranstaltung beginnt am Freitag, 9. September, ab 19:30 Uhr in der Zentralbibliothek Ulm und endet an diesem Tag im Haus der Begegnung. Am Samstag, 10. September findet sie ab 09:00 Uhr im Chorraum des Hauses der Begegnung statt.

Der Eintritt ist frei.

Um Anmeldung für die Abendveranstaltung am 9. September in der Zentralbibliothek, als auch für die Tagung am Samstag, falls Sie an beiden Tagen teilnehmen möchten, wird gebeten unter: 0731 / 161 – 4101 oder stadtbibliothek@ulm.de.

Programm der internationalen Fabri-Tagung

Radiosendung zum Thema:
Jerusalempilger und Heimatforscher – Die mittelalterliche Welt des Ulmer Dominikaners Felix Fabri

„10 x 500 Cent“ – für den historischen Buchbestand

© Stadtbibliothek Ulm
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Crowdfunding zum Jubiläum

500 Jahre! Die Stadtbibliothek Ulm feiert und startet zu diesem Anlass, zusammen mit der Bibliotheksgesellschaft e. V., eine außergewöhnliche Aktion:

In der Pyramide hinter dem Rathaus pulsiert und vibriert nicht nur eine moderne Mediathek, sondern es findet sich auch ein wertvoller historischer Bestand mit 55.000 Titeln, die vor dem Jahr 1800 erschienen sind. Am Anfang stand die Stiftung des Ulmer Juristen und Münsterpredigers Ulrich Krafft; erweitert haben diese Sammlung zahlreiche Geistliche und Bürger, die ihre teilweise umfangreichen Privatsammlungen der Stadt Ulm vermachten. So umfasst dieser Bestand neben kostbaren Handschriften auch 620 Inkunabeln, also Drucke aus der Zeit vor 1501.
Nicht alle diese Bände freilich haben die Jahrhunderte unbeschadet überstanden. Zur Rettung der beschädigten Bände gründete die Bibliotheksgesellschaft Ulm e. V. auf Anregung des damaligen Direktors Jürgen Lange die Aktion „Adopt a book“. In deren Rahmen haben zahlreiche Bürger/innen und Institutionen in den Jahren von 1994 bis heute ca. 90.000 Euro gespendet; damit konnten weit über 100 Bände, vermutlich für die nächsten 500 Jahre, erhalten werden.
Aber es besteht weiter beträchtlicher Restaurierungsbedarf!

Die Bibliotheksgesellschaft Ulm e. V. ruft deshalb zu einer ganz besonderen Spendenaktion auf:
Wenn viele Buchbegeisterte im Jubiläumsjahr je 50 Euro spenden (10 mal 500 Cent), wird eine beeindruckende Summe zusammenkommen!

Als „Dankeschön“ erhalten alle, die 50 € und mehr spenden, neben der Spendenquittung eine großformatige Doppelkarte mit einer farbigen Initiale und der Handschrift des Ulmer Dominikaners Felix Fabri als Geschenk!

Bankverbindung:
Bibliotheksgesellschaft Ulm e. V.
IBAN: DE86 6305 0000 0000 0056 96
BIC: SOLADES1ULM
(Für die Spendenbescheinigung und die Zusendung des Geschenks geben Sie bitte unbedingt Ihre Adresse auf dem Überweisungsträger an!)

Wer noch einen Anstoß und Anschauungsmaterial braucht: Im Jubiläumsjahr zeigt die Bibliothek im vierten Stock Beispiele für beschädigte und für bereits restaurierte Bände!

Die vollständige Liste der Restaurierungsfälle finden Sie hier.

Flyer zum Crowdfunding

„All Lust und Freud“

© Haus der Stadtgeschichte Ulm
© Haus der Stadtgeschichte Ulm

24. Juli, Sonntag, 19:30 Uhr
Zentralbibliothek

Festkonzert des Scherer-Ensembles

Die Ulmer Stadtbibliothek beherbergt neben vielen modernen Notenausgaben für den praktischen Gebrauch einen reichen Schatz hochkarätiger historischer Musikalien aus sechs Jahrhunderten, darunter Handschriften, Erstausgaben und Unikate.

Das Ulmer Scherer-Ensemble unter der Leitung von Thomas Müller begibt sich auf eine abwechslungsreiche, unterhaltsame und informative Entdeckungsreise durch die Musikalienbestände des Hauses. Das Projekt schlägt dabei die Brücke von der Musikgeschichte in die Gegenwart, von der Musikstadt Ulm und ihren Komponisten in die großen Zentren der europäischen Musikkultur wie London und Venedig.

Auf dem Programm stehen Werke von Desprez, Dowland, Lasso, Hassler, Phengius, Lederer, Padros, Rövenstrunck, Rabsch und anderen. Die Bestände der Stadtbibliothek sind auch Inspirationsquelle zweier Auftragskompositionen der Ulmer Musiker Markus Munzer-Dorn und Andreas Weil. Die beiden im Konzert uraufgeführten Werke beziehen sich auf die legendäre Gründung Ulms und auf die Tradition des Ulmer Meistergesangs.

19. Juli bis 27. August
Zentralbibliothek

Begleitend zum Konzert zeigt die Stadtbibliothek einige ihrer interessantesten Musikalien in einer Ausstellung.

28. Juli, 15:00 Uhr
Zentralbibliothek
Thomas Müller erläutert die ausgestellten Musikalien im Kontext der Ulmer Musikgeschichte.

Der Eintritt zu Konzert, Ausstellung und Führung ist frei.

Projektpartner:

© Netzwerk Neue Musik Baden-Württemberg e.V.

© Netzwerk Neue Musik Baden-Württemberg e.V.

Das Netzwerk wird gefördert von der Baden-Württemberg Stiftung.

Zimelien aus dem historischen Bestand

Ausstellung Zentralbibliothek noch bis zum 16. Juli 2016

In seinem Testament vom 1. April 1516 bestimmte der Ulmer Münsterpfarrer und Jurist Ulrich Krafft, dass seine Bücher in eine vom Rat der Stadt zu gründende Bibliothek kommen sollten.

Die Stadtbibliothek Ulm hütet Bücherschätze, die teilweise weit älter sind als sie selbst. Die Bestandsgeschichte ist wechselvoll; neben mehr oder weniger kontinuierlichen Bücherzuwächsen ist sie auch eine Geschichte von großartigen Schenkungen und herben Verlusten. Zu ihrem Bestand von rund 50.000 Bänden aus dem 15. bis 18. Jahrhundert gehören höchst seltene Stücke sowie einige Unikate.

In einer Ausstellung im Erdgeschoss der Zentralbibliothek, Vestgasse 1 werden 21 Zimelien aus dem historischen Bestand gezeigt und können während der Öffnungszeiten besichtigt werden:

Dienstag – Freitag 10:00 bis 19:00 Uhr
Samstag 10:00 bis 14:00 Uhr
Der Eintritt ist frei.

Liste der ausgestellten Werke

Goldgrund, Federzeichnung, Tintenkleckse

Handschriften
© Stadtbibliothek Ulm

Vortrag:
11. Mai, Mittwoch,
19:30 Uhr bis 21:00 Uhr
Zentralbibliothek

Dreizehn Studierende des Hauptseminars „Kodikologie des Spätmittelalters und der frühen Neuzeit“ der Universität Mannheim bearbeiten jeweils eine Handschrift aus dem Bestand der Ulmer Bibliothek. Die Arbeitsergebnisse werden an diesem Abend in Kurzvorträgen vorgestellt.

Leitung: Prof. Dr. Hiram Kümper

Handschriften
© Stadtbibliothek Ulm

Ausstellung:
14. Mai bis 04. Juni
Zentralbibliothek

Eine Auswahl besonderer Stücke aus unserem Bestand von ca. 150 mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Handschriften.

Der Eintritt zu Vortrag und Ausstellung ist frei.

Zum umfangreichen historischen Bestand der Stadtbibliothek gehört neben Drucken des 16. bis 18. Jahrhunderts und 642 Inkunabeln und Inkunabelfragmenten das Erbe von ca. 150 mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Handschriften. Während die alten Drucke, darunter auch 485 Einblattdrucke, vollständig katalogisiert und auch die Wiegendrucke im Inkunabelkatalog von 1986 beschrieben worden sind, ist über die Handschriften bisher nicht viel bekannt. Das zu ändern hat sich Prof. Dr. Hiram Kümper vorgenommen, der an der Universität Mannheim Geschichte des Spätmittelalters und der frühen Neuzeit lehrt, und dessen Spezialgebiet neben der Rechtsgeschichte die „Historischen Hilfswissenschaften“ sind.

Eine Handschrift ist ein „Codex“, mehrere Handschriften sind „Codices“. Die Lehre von den Handschriften ist die „Handschriftenkunde“ oder „Kodikologie“. Sie ist ein Teilbereich der „Historischen Hilfswissenschaften“.

Im Hauptseminar „Kodikologie des Spätmittelalters und der frühen Neuzeit“ der Universität Mannheim im Frühjahrssemester 2016 befassen sich fortgeschrittene Studierende unter der Anleitung von Hiram Kümper mit ausgewählten Handschriften aus dem Bestand der Stadtbibliothek Ulm.

Ausstellung zu Ulrich Krafft

Ulrich KrafftDie Gründung der Ulmer Bibliothek datiert exakt auf den 1. April 1516, auf den Tag, an dem das Testament des Münsterpfarrers Ulrich Krafft in Geltung gesetzt wurde; wenige Tage später, am 11. April starb er. Sein Nachlass war der Beginn städtischer Aktivitäten für eine Bibliothek in räumlicher und organisatorischer Hinsicht und kann daher als Gründungsinitiative gelten. Neue Forschungen zu Ulrich Krafft, der in erster Linie ein namhafter Rechtslehrer war, machen wahrscheinlich, dass dieser mit Nachlass und Gründungsinitiative einem Vorbild folgte, das ihm aus seiner Zeit in Freiburg im Breisgau in Erinnerung war. Eine Auszählung im ersten Bibliothekskatalog von 1549 ergibt 370 Titel, die dem Nachlass des Bibliotheksgründers zuzuordnen sind: 190 juristische, 140 theologische und 40 im weiteren Sinne humanistische Titel. Anhand von Einbandmerkmalen und handschriftlichen Eintragungen können wir 186 Bände im heutigen Bestand als solche der Provenienz Ulrich Kraffts identifizieren.

Wir feiern die Gründung mit einem Festakt am 1. April und einer kleinen Ausstellung zu Ulrich Krafft, seinem Werdegang, seinem Wirken und mit seinem Büchernachlass. Diese Ausstellung finden Sie vom 5. April bis 23. April im Erdgeschoss der Zentralbibliothek.

„Adopt a book“ im Jahr 2016

Im Laufe der Jahrhunderte sind kostbare Bücher in den Besitz der Stadtbibliothek gelangt. 1995 hat die Bibliotheksgesellschaft Ulm e. V. in Zusammenarbeit mit der Stadtbibliothek Ulm eine Aktion unter dem Titel „adopt a book“ ins Leben gerufen. Mit dieser Aktion sollen „Paten“ gewonnen werden, die für ein Buch, das dringend restauriert werden müsste, die „Patenschaft“ übernehmen, d.h. die Kosten (auch Teilbeträge) der Restaurierung tragen. Weiterlesen „Adopt a book“ im Jahr 2016