Vernissage: 500 Jahre Stadtbibliothek Ulm

Ausstellung der Schülerprojekte des staatlichen Berufskollegs für Grafikdesign (Ferdinand-von-Steinbeis-Schule)

vernissage
© Stadtbibliothek Ulm

10. November, Donnerstag
19:30 Uhr

Zentralbibliothek

Die neue Ausstellung zum Thema Buchzitate in Typographie ist ab dem 10. November bis zum 17. Dezember während der Öffnungszeiten zu besichtigen. Ihr folgt man wie einem Lese-Parcours durch die Glaspyramide.

Das Staatliche Berufskolleg für Grafik-Design (Ferdinand-von-Steinbeis-Schule) hat das große Jubiläum der Stadtbibliothek Ulm zum Anlass genommen, deren 500-jährige Geschichte zu einem Schwerpunktthema ihrer jährlichen Aufgabenstellungen zu machen: Wie visualisiert man 500 Jahre Geschichte? Wie sichtet man Daten zu „trockenen“ Themen wie Papier, Lesen, Alphabethismus u.ä.; wie ordnet man sie an und präsentiert sie wirkungsvoll und attraktiv?

Wie macht man Menschen neugierig auf berühmte Buchzitate? Welche (typo-)grafischen Möglichkeiten bieten sich, wenn man über eine flächige Gestaltung hinausgeht  – den Raum für sich entdeckt?

Diesen und vielen anderen Fragen gingen die Schülerinnen und Schüler in verschiedenen Projekten nach. Allein dem Banner zur Bibliotheksgeschichte widmete die Schule 70 Unterrichtsstunden, in denen 7 höchst attraktive Gestaltungsvarianten entstanden. Die realisierte Installation von Nina Krug und Lydia Moll ziert schon seit Mai das rote Treppenrund der Zentralbibliothek, die Datenpräsentationen befinden sich im Lesecafé im 5. OG.

Feiern Sie die Eröffnung der neuen Ausstellung mit uns und der Steinbeis-Schule. Für gute Stimmung sorgen ein kleines Catering und vor allem die Band „Free Your Mind“, gefördert durch die Ulmer Popbastion.

Der Eintritt zu Vernissage und Ausstellung ist frei.

 

„Es war einmal, ich stell mir vor …“

© Stadtbibliothek Ulm
© Stadtbibliothek Ulm

Märchenabend und Finissage

7. Oktober, Freitag
20:00 Uhr

Stadtteilbibliothek Wiblingen

Märchen öffnen Welten – Schülerinnen und Schüler schaffen aus Büchern neue Kunstwerke. Dorothea Reutter verzaubert uns mit berührenden Märchen, die fantastischen Buchobjekte beeindrucken mit ihrer Vielseitigkeit. Sie sind im letzten Schuljahr im Kunstunterricht bei Christian Greifendorf am Albert-Einstein-Gymnasium entstanden und in der Bibliothek ausgestellt. Ein Büffet mit kleinen kulinarischen Leckereien erwartet Sie im Anschluss.

Der Eintritt ist frei.

„10 x 500 Cent“ – für den historischen Buchbestand

© Stadtbibliothek Ulm
© Stadtbibliothek Ulm

Crowdfunding zum Jubiläum

500 Jahre! Die Stadtbibliothek Ulm feiert und startet zu diesem Anlass, zusammen mit der Bibliotheksgesellschaft e. V., eine außergewöhnliche Aktion:

In der Pyramide hinter dem Rathaus pulsiert und vibriert nicht nur eine moderne Mediathek, sondern es findet sich auch ein wertvoller historischer Bestand mit 55.000 Titeln, die vor dem Jahr 1800 erschienen sind. Am Anfang stand die Stiftung des Ulmer Juristen und Münsterpredigers Ulrich Krafft; erweitert haben diese Sammlung zahlreiche Geistliche und Bürger, die ihre teilweise umfangreichen Privatsammlungen der Stadt Ulm vermachten. So umfasst dieser Bestand neben kostbaren Handschriften auch 620 Inkunabeln, also Drucke aus der Zeit vor 1501.
Nicht alle diese Bände freilich haben die Jahrhunderte unbeschadet überstanden. Zur Rettung der beschädigten Bände gründete die Bibliotheksgesellschaft Ulm e. V. auf Anregung des damaligen Direktors Jürgen Lange die Aktion „Adopt a book“. In deren Rahmen haben zahlreiche Bürger/innen und Institutionen in den Jahren von 1994 bis heute ca. 90.000 Euro gespendet; damit konnten weit über 100 Bände, vermutlich für die nächsten 500 Jahre, erhalten werden.
Aber es besteht weiter beträchtlicher Restaurierungsbedarf!

Die Bibliotheksgesellschaft Ulm e. V. ruft deshalb zu einer ganz besonderen Spendenaktion auf:
Wenn viele Buchbegeisterte im Jubiläumsjahr je 50 Euro spenden (10 mal 500 Cent), wird eine beeindruckende Summe zusammenkommen!

Als „Dankeschön“ erhalten alle, die 50 € und mehr spenden, neben der Spendenquittung eine großformatige Doppelkarte mit einer farbigen Initiale und der Handschrift des Ulmer Dominikaners Felix Fabri als Geschenk!

Bankverbindung:
Bibliotheksgesellschaft Ulm e. V.
IBAN: DE86 6305 0000 0000 0056 96
BIC: SOLADES1ULM
(Für die Spendenbescheinigung und die Zusendung des Geschenks geben Sie bitte unbedingt Ihre Adresse auf dem Überweisungsträger an!)

Wer noch einen Anstoß und Anschauungsmaterial braucht: Im Jubiläumsjahr zeigt die Bibliothek im vierten Stock Beispiele für beschädigte und für bereits restaurierte Bände!

Die vollständige Liste der Restaurierungsfälle finden Sie hier.

Flyer zum Crowdfunding

„All Lust und Freud“

© Haus der Stadtgeschichte Ulm
© Haus der Stadtgeschichte Ulm

24. Juli, Sonntag, 19:30 Uhr
Zentralbibliothek

Festkonzert des Scherer-Ensembles

Die Ulmer Stadtbibliothek beherbergt neben vielen modernen Notenausgaben für den praktischen Gebrauch einen reichen Schatz hochkarätiger historischer Musikalien aus sechs Jahrhunderten, darunter Handschriften, Erstausgaben und Unikate.

Das Ulmer Scherer-Ensemble unter der Leitung von Thomas Müller begibt sich auf eine abwechslungsreiche, unterhaltsame und informative Entdeckungsreise durch die Musikalienbestände des Hauses. Das Projekt schlägt dabei die Brücke von der Musikgeschichte in die Gegenwart, von der Musikstadt Ulm und ihren Komponisten in die großen Zentren der europäischen Musikkultur wie London und Venedig.

Auf dem Programm stehen Werke von Desprez, Dowland, Lasso, Hassler, Phengius, Lederer, Padros, Rövenstrunck, Rabsch und anderen. Die Bestände der Stadtbibliothek sind auch Inspirationsquelle zweier Auftragskompositionen der Ulmer Musiker Markus Munzer-Dorn und Andreas Weil. Die beiden im Konzert uraufgeführten Werke beziehen sich auf die legendäre Gründung Ulms und auf die Tradition des Ulmer Meistergesangs.

19. Juli bis 27. August
Zentralbibliothek

Begleitend zum Konzert zeigt die Stadtbibliothek einige ihrer interessantesten Musikalien in einer Ausstellung.

28. Juli, 15:00 Uhr
Zentralbibliothek
Thomas Müller erläutert die ausgestellten Musikalien im Kontext der Ulmer Musikgeschichte.

Der Eintritt zu Konzert, Ausstellung und Führung ist frei.

Projektpartner:

© Netzwerk Neue Musik Baden-Württemberg e.V.

© Netzwerk Neue Musik Baden-Württemberg e.V.

Das Netzwerk wird gefördert von der Baden-Württemberg Stiftung.

„Zeitreise in die Welt der Bücher“: Vernissage

06. Juli, Mittwoch, 18:00 Uhr
Stadtteilbibliothek Weststadt

Schülerinnen und Schüler der Elly-Heuss-Realschule Ulm (Klasse  5 – 10) haben sich mit dem Thema Buch und Lesen auseinandergesetzt.

Wie wurden Bücher gemacht, bevor der Buchdruck erfunden wurde und wie sahen sie eigentlich aus?
Wie kann man den Inhalt eines Buches sichtbar machen?
Wann gab es die ersten Landkarten und wie sahen sie aus?

Die Ausstellung umfasst Zeichnungen, Drucke und Buchobjekte.

Die Schülerinnen und Schüler schrieben Gedichte, bearbeiteten Geschichten malten Schatzkarten oder veränderten ihr Lieblingsbuch zu einem Kunstobjekt.

Die Ausstellungseröffnung findet am 06. Juli um 18:00 Uhr im Weststadthaus /Weststadtbibliothek statt. Kooperation mit dem Weststadthaus/AG West e.V.

Bibliotheksfest der Stadtteilbibliothek Böfingen

25. Juni 2016, Samstag, 14:00 bis 18:00 Uhr
Zentralbibliothek

Zum Jubiläumsjahr öffnet die Stadtteilbibliothek Böfingen auch an einem Samstag ihre Türen. Mit einer Veranstaltung für Kinder, Bewirtung und genug Zeit zum Stöbern und Ausleihen bietet sich die Möglichkeit, am Wochenende die Bibliothek ganz neu zu entdecken.

© Patricia Prawit
© Patricia Prawit

14:00 bis 18:00 Uhr
Ausleihe

15.00 Uhr
Ritter Rost – Musical mit Patricia Prawitt.

Wer kennt sie nicht, das tapfere Burgfräulein Bö aus den Ritter-Rost-Geschichten? Sie ist an diesem Tag bei uns zu Gast und gibt Geschichten und vor allem Lieder zum Besten.

Für Kinder ab 4 Jahren.
Eintritt frei.

25. Juni bis 30. September,
während der Öffnungszeiten
Ausstellung: „Bücher als Spiegel der Zeit“

Die Stadtteilbibliothek Böfingen besteht zwar nicht seit 500 Jahren, kann aber immerhin auf 44 Jahre zurückblicken. Anlass genug für eine Ausstellung mit Büchern, die Trends und Themen der vergangenen vier Jahrzehnte wiedergeben.

Zimelien aus dem historischen Bestand

Ausstellung Zentralbibliothek noch bis zum 16. Juli 2016

In seinem Testament vom 1. April 1516 bestimmte der Ulmer Münsterpfarrer und Jurist Ulrich Krafft, dass seine Bücher in eine vom Rat der Stadt zu gründende Bibliothek kommen sollten.

Die Stadtbibliothek Ulm hütet Bücherschätze, die teilweise weit älter sind als sie selbst. Die Bestandsgeschichte ist wechselvoll; neben mehr oder weniger kontinuierlichen Bücherzuwächsen ist sie auch eine Geschichte von großartigen Schenkungen und herben Verlusten. Zu ihrem Bestand von rund 50.000 Bänden aus dem 15. bis 18. Jahrhundert gehören höchst seltene Stücke sowie einige Unikate.

In einer Ausstellung im Erdgeschoss der Zentralbibliothek, Vestgasse 1 werden 21 Zimelien aus dem historischen Bestand gezeigt und können während der Öffnungszeiten besichtigt werden:

Dienstag – Freitag 10:00 bis 19:00 Uhr
Samstag 10:00 bis 14:00 Uhr
Der Eintritt ist frei.

Liste der ausgestellten Werke

Ausstellung: „Deleted – Traue niemandem“

2. Juni bis 9. Juli 2016
Zentralbibliothek

Covergestaltungen mit Wasserfarben zu einem Jugendroman von Margit Ruile
Klasse 7d des Hans-und-Sophie-Scholl-Gymnasiums

„Man soll ein Buch nicht nach seinem Einband beurteilen“ besagt ein englisches Sprichwort. Deshalb gestalteten 25 Schülerinnen und Schüler der Klasse 7d des Hans und Sophie Scholl-Gymnasiums selbst das Cover zu Margit Ruiles Jugendroman „DELETED – Traue niemandem“.

Nach dem Lesen der ersten beiden Kapitel wurde unter Anleitung der Lehrerin Anne Käßbohrer eine erste Vorstellung malerisch realisiert. Eine zweite Fassung entstand nach der Lektüre des ganzen Werks nach den individuellen Vorstellungen und Leseeindrücken. Das Originalcover war den Schülern unbekannt und wurde erst zum Schluss enthüllt. Am 2.6. hatten die Schüler dann in der Zentralbibliothek Gelegenheit, nach einer Lesung aus dem Buch mit der Autorin selbst die unterschiedlichen Entwürfe zu erläutern und zu vergleichen.

Inzwischen sind die Schülerentwürfe in einer Ausstellung in der Zentralbibliothek bis zum 9.7. zu sehen.

Goldgrund, Federzeichnung, Tintenkleckse

Handschriften
© Stadtbibliothek Ulm

Vortrag:
11. Mai, Mittwoch,
19:30 Uhr bis 21:00 Uhr
Zentralbibliothek

Dreizehn Studierende des Hauptseminars „Kodikologie des Spätmittelalters und der frühen Neuzeit“ der Universität Mannheim bearbeiten jeweils eine Handschrift aus dem Bestand der Ulmer Bibliothek. Die Arbeitsergebnisse werden an diesem Abend in Kurzvorträgen vorgestellt.

Leitung: Prof. Dr. Hiram Kümper

Handschriften
© Stadtbibliothek Ulm

Ausstellung:
14. Mai bis 04. Juni
Zentralbibliothek

Eine Auswahl besonderer Stücke aus unserem Bestand von ca. 150 mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Handschriften.

Der Eintritt zu Vortrag und Ausstellung ist frei.

Zum umfangreichen historischen Bestand der Stadtbibliothek gehört neben Drucken des 16. bis 18. Jahrhunderts und 642 Inkunabeln und Inkunabelfragmenten das Erbe von ca. 150 mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Handschriften. Während die alten Drucke, darunter auch 485 Einblattdrucke, vollständig katalogisiert und auch die Wiegendrucke im Inkunabelkatalog von 1986 beschrieben worden sind, ist über die Handschriften bisher nicht viel bekannt. Das zu ändern hat sich Prof. Dr. Hiram Kümper vorgenommen, der an der Universität Mannheim Geschichte des Spätmittelalters und der frühen Neuzeit lehrt, und dessen Spezialgebiet neben der Rechtsgeschichte die „Historischen Hilfswissenschaften“ sind.

Eine Handschrift ist ein „Codex“, mehrere Handschriften sind „Codices“. Die Lehre von den Handschriften ist die „Handschriftenkunde“ oder „Kodikologie“. Sie ist ein Teilbereich der „Historischen Hilfswissenschaften“.

Im Hauptseminar „Kodikologie des Spätmittelalters und der frühen Neuzeit“ der Universität Mannheim im Frühjahrssemester 2016 befassen sich fortgeschrittene Studierende unter der Anleitung von Hiram Kümper mit ausgewählten Handschriften aus dem Bestand der Stadtbibliothek Ulm.

Ausstellung zu Ulrich Krafft

Ulrich KrafftDie Gründung der Ulmer Bibliothek datiert exakt auf den 1. April 1516, auf den Tag, an dem das Testament des Münsterpfarrers Ulrich Krafft in Geltung gesetzt wurde; wenige Tage später, am 11. April starb er. Sein Nachlass war der Beginn städtischer Aktivitäten für eine Bibliothek in räumlicher und organisatorischer Hinsicht und kann daher als Gründungsinitiative gelten. Neue Forschungen zu Ulrich Krafft, der in erster Linie ein namhafter Rechtslehrer war, machen wahrscheinlich, dass dieser mit Nachlass und Gründungsinitiative einem Vorbild folgte, das ihm aus seiner Zeit in Freiburg im Breisgau in Erinnerung war. Eine Auszählung im ersten Bibliothekskatalog von 1549 ergibt 370 Titel, die dem Nachlass des Bibliotheksgründers zuzuordnen sind: 190 juristische, 140 theologische und 40 im weiteren Sinne humanistische Titel. Anhand von Einbandmerkmalen und handschriftlichen Eintragungen können wir 186 Bände im heutigen Bestand als solche der Provenienz Ulrich Kraffts identifizieren.

Wir feiern die Gründung mit einem Festakt am 1. April und einer kleinen Ausstellung zu Ulrich Krafft, seinem Werdegang, seinem Wirken und mit seinem Büchernachlass. Diese Ausstellung finden Sie vom 5. April bis 23. April im Erdgeschoss der Zentralbibliothek.