Der Bücherbus feiert mit! – Bibliotheksfest auf dem Münsterplatz

5. Juni, Sonntag, 14:00 Uhr – 17:00 Uhr
Münsterplatz

500 Jahre Stadtbibliothek Ulm
55.000 Bücher auf dem Münsterplatz
55 Jahre Fahrbibliothek

Mobile Bibliotheken aus Baden-Württemberg und den Nachbarbundesländern gratulieren der Stadtbibliothek Ulm zum großen Jubiläum. Aus diesem Anlass kommen sie mit ihren Bücherbussen auf den Münsterplatz. Alle Interessierten können die Fahrbibliotheken besuchen, sich über ihre Arbeit informieren und sehen, dass Bücherbusse Tradition und Zukunft haben.

Begleitend zeigt eine Fotopräsentation mobile Bibliotheken aus der ganzen Welt.

 

© Frank Kösler
© Frank Kösler

14:00 – 16:00 Uhr
D‘ Gaukler aus Biberach

Vor 500 Jahren waren Gaukler vielerorts anzutreffen. Auf Jahrmärkten und anderen Festen unterhielten sie die Menschen mit Zauberkunststücken, Artistik, Akrobatik, Clownereien, Jonglieren und kessen Liedtexten. Die Biberacher Gaukler zeigen auf dem Münsterplatz ihr Können.

14:30 Uhr
Eröffnung

Grußwort: Iris Mann, Bürgermeisterin
Begrüßung: Martin Szlatki, Bibliotheksdirektor
Der Chor der Riedlengrundschule Gögglingen begleitet die Eröffnung musikalisch.

© Patricia Prawit
© Patricia Prawit

15:00 Uhr
Ritter Rost und das Gespenst

Musical für Kinder mit Patricia Prawit

Ritter Rost kann sein Ritterpatent nur behalten, wenn er ein Turnier gewinnt. Gemeinsam mit Burgfräulein Bö lädt er alle Ritter des Landes zum Turnier ein. Da tritt ihm im Kampf ein „Schwarzer Ritter“ entgegen. Wird er ihn besiegen?

Für Kinder ab 4 Jahren und Familien.

15:00 – 17:00 Uhr

Vorlesen von klassischen Kinderbüchern und Bilderbuchkino in den Bücherbussen mit den ehrenamtlichen Vorleserinnen der Weststadtbibliothek.

„Die Geisterbibliothek“ Bilderbuchkino

Bo liest gerade, als plötzlich eine Hand nach ihrem Buch greift und sie mitsamt dem Buch in eine leere Bibliothek zieht. Sie lernt dort seltsame Wesen kennen, ganz anders, als sie sich Gespenster vorgestellt hat. Bo kann ihnen helfen, ihre bisher völlig leere Bücherei zu füllen.

Für Kinder ab 4 Jahren.

15:00 – 17:00 Uhr
Hüpfen, Springen, Seifenblasen

Spaß mit alten Kinderspielen

Seit jeher spielen Kinder auf Straßen und Plätzen mit einfachen Mitteln lustige Spiele.
Heute können sie den Münsterplatz erobern. Los geht‘s.

17:00 Uhr
Abschluss: Hupkonzert der Fahrbibliotheken

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„Deleted: traue niemandem“ – Autorenlesung mit Margit Ruile

© Julie Ruile
© Julie Ruile

2. Juni, Donnerstag, 16:00 Uhr
Zentralbibliothek

Die Autorin Margit Ruile liest aus ihrem neuesten spannenden Roman, der schon einen Ausblick ins fortschreitende 21. Jahrhundert gibt: Im Jahr 2035 ist die Welt komplett kameraüberwacht, eine persönliche Hologramm-Figur ersetzt das Internet und ist ständige persönliche Hilfe aber auch Kontrolle. Der Jugendliche Ben beginnt diese Überwachung in Frage zu stellen und ist dabei nicht allein. Doch er weiß nicht, wem er wirklich trauen kann….

Die Lesung ist eingebunden in die literarische Reihe „ZukunftLesen“. Ruiles Text setzt sich mit der Thematik der totalen digitalen Überwachung auseinander. Gleichzeitig geht es auch darum, welche Bedeutung das Lesen und Schreiben auf unterschiedlichen Datenträgern in diesem Zusammenhang haben kann.

© Julie Ruile
© Julie Ruile

An die Lesung schließt sich ein Gespräch mit der Autorin an.

Für Erwachsene und Jugendliche ab 12 Jahren.

Die Zuschauerzahl ist begrenzt, der Eintritt ist frei.
Kartenreservierung unter: 0731/161-4160 oder kinderbibliothek@ulm.de

Am Vormittag um 11.00 liest die Autorin bereits für angemeldete Schulklassen in der Zentralbibliothek aus dem gleichen Buch.

Erkundungen des Bibliotheksaals im Kloster Wiblingen

Im Jubiläumsjahr der Stadtbibliothek Ulm bieten wir in Kooperation mit dem Kloster Wiblingen spannende Führungen für Kinder durch dessen Bibliothekssaal an.

Bibliothekssaal Kloster Wiblingen
© Reinhold Armbruster-Mayer

Das Geheimnis der Bibliothek der Mönche
Eine Führung durch den Bibliothekssaal für Kinder

Wir erkunden den Bibliothekssaal im Kloster Wiblingen und entdecken seine Geheimnisse. Wie haben die Mönche früher geschrieben? Wie wurden Urkunden gemacht?

Für Kinder ab 4 Jahren.
Ort: Kloster Wiblingen

6. April, Mittwoch, 14:30 Uhr
20. April, Mittwoch, 14:30 Uhr
8. Juni, Mittwoch, 10:30 Uhr
14. Juni, Dienstag, 10:30 Uhr

Das Geheimnis der Buchstaben
Eine Führung durch den Bibliothekssaal für Kinder

Alle Bücher wurden früher von Hand geschrieben. Die Tinte haben die Mönche selbst hergestellt. Welche Zutaten haben sie verwendet? Wie sah die Tinte aus? Wir erkunden auch die Geheimnisse des Bibliothekssaals und schreiben selbst mit Feder und Tinte.

Für Kinder ab 8 Jahren.
Ort: Kloster Wiblingen

14. April, Donnerstag, 14:30 Uhr
1. Juni, Mittwoch, 14:30 Uhr
2. Juni, Donnerstag, 14:30 Uhr
8. Juni, Mittwoch, 14:30 Uhr
9. Juni, Donnerstag, 10:30 Uhr
14. Juni, Dienstag, 14:30 Uhr
16. Juni, Donnerstag 10:30 Uhr

Wir bitten um Anmeldung in der Stadtteilbibliothek unter wiblingen@ulm.de oder Tel. 0731 / 161-4162

Über die Zukunft des Lesens

Andreas Eschbach
© Stadt Ulm

Am 6. Mai 2016 war der Autor und gebürtige Ulmer Andreas Eschbach („Das Jesusvideo“, „Eine Billion Dollar“) zu Gast in der Stadtbibliothek Ulm. Im Gespräch reflektierte der Science-Fiction-Autor die Chancen und Risiken moderner Technologien für das Lesen.

Die Bibliothek vor und in 500 Jahren
Die Stadtbibliothek blickt in 2016 auf ihre 500-jährige Geschichte zurück. Zugleich nimmt sie ihr Jubiläum zum Anlass, um einen Blick nach vorne zu werfen: Wie sieht die Zukunft des Lesens aus? Welche Chancen und Risiken bringt die Digitalisierung mit sich? Wird es in 500 Jahren noch Bibliotheken geben? Was läge näher, als diese Fragen mit einem Autor zu diskutieren, der über die Zukunft schreibt – dem gebürtigen Ulmer Andreas Eschbach.

Science-Fiction-Autor Andreas Eschbach
Eschbach wurde 1959 geboren und veröffentlicht seit rund 20 Jahren Romane, die ihn zu einem der erfolgreichsten Science-Fiction-Autoren Europas gemacht haben. Sein Romandebüt war „Der Haarteppichknüpfer“, sein erster Bestseller „Das Jesusvideo“. Sein neuester Roman heißt „Aquamarin“.

Eschbach über das Lesen und seine Arbeit als Autor
Auszüge aus dem Gespräch mit Andreas Eschbach in der Ulmer Stadtbibliothek am 6. Mai, das von der Bibliothekarin Daniela Stang geführt wurde:

„Es schleicht sich automatisch immer ein Alien oder ein Zeitreisender ein – weil mir das gar nicht ungewöhnlich vorkommt.“
Mit diesen Worten beschrieb Eschbach sein Faible für Zukunftsthemen. Er beschäftige sich in seinen Romanen damit, weil er selbst sehr stark durch Science-Fiction und fantastische Literatur geprägt sei. Er versuche jedoch, seine Bücher so zu schreiben, dass sie auch für Leute ohne Neigung für Science Fiction „erträglich“ seien.

„Ein Charakteristikum für ein gutes Gerät und einen guten Text ist, dass Sie vergessen, auf welchem Medium Sie das lesen.“
Eschbach sieht in digitalen Geräten per se keine Bedrohung für die Literatur und die Leselust. Auch auf E-Readern würden Menschen lange Geschichten lesen, wenn diese sie fesseln. Das gelte zwar nicht für den PC, aber für E-Reader, die man in der Hand halten könne.

„Ist ja schön, wenn man die Wahl hat.“
Eschbach sieht so wohl in gedruckten Büchern als auch in elektronischen Büchern Vorteile. Er selbst besitzt einen E-Reader und weiß ihn vor allen auf Reisen zu schätzen. Trotzdem hofft er, dass es auch in 500 Jahren noch echte Bücher und Bibliotheken geben wird, anstatt dass einzelne Lebensbereiche in einem „elektronischen Mischmasch“ untergehen.

„Die Leute lesen keine klassischen Bücher mehr, sondern elektronische Tafeln, auf der man auch seine Hausaufgaben macht und telefoniert.“
Das ist die Vision in Eschbachs neuestem Werk „Aquamarin“, das im Jahr 2150 spielt. Zentrales Thema ist eine neue Menschenart, die durch Genmanipulation unter Wasser atmen kann. In der Geschichte der jungen Ich-Erzählerin kommen einige Passagen vor, die den Unterschied zwischen gedruckten Büchern und den elektronischen Tafeln erörtern. Ein Knackpunkt dabei: die Privatsphäre. Denn über die Tafeln können z.B. die Lehrer nachvollziehen, womit sich ihre Schüler beschäftigen, wofür sie sich interessieren.

„Prophezeiungen sind bekanntlich schwierig, vor allem, wenn sie die Zukunft betreffen.“
Alles in allem reflektiert Eschbach seine Rolle als Science-Fiction-Autor jedoch mit Abstand: Wie die Zukunft des Lesens tatsächlich aussehen wird, maßt er sich nicht an, zu wissen.

Goldgrund, Federzeichnung, Tintenkleckse

Handschriften
© Stadtbibliothek Ulm

Vortrag:
11. Mai, Mittwoch,
19:30 Uhr bis 21:00 Uhr
Zentralbibliothek

Dreizehn Studierende des Hauptseminars „Kodikologie des Spätmittelalters und der frühen Neuzeit“ der Universität Mannheim bearbeiten jeweils eine Handschrift aus dem Bestand der Ulmer Bibliothek. Die Arbeitsergebnisse werden an diesem Abend in Kurzvorträgen vorgestellt.

Leitung: Prof. Dr. Hiram Kümper

Handschriften
© Stadtbibliothek Ulm

Ausstellung:
14. Mai bis 04. Juni
Zentralbibliothek

Eine Auswahl besonderer Stücke aus unserem Bestand von ca. 150 mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Handschriften.

Der Eintritt zu Vortrag und Ausstellung ist frei.

Zum umfangreichen historischen Bestand der Stadtbibliothek gehört neben Drucken des 16. bis 18. Jahrhunderts und 642 Inkunabeln und Inkunabelfragmenten das Erbe von ca. 150 mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Handschriften. Während die alten Drucke, darunter auch 485 Einblattdrucke, vollständig katalogisiert und auch die Wiegendrucke im Inkunabelkatalog von 1986 beschrieben worden sind, ist über die Handschriften bisher nicht viel bekannt. Das zu ändern hat sich Prof. Dr. Hiram Kümper vorgenommen, der an der Universität Mannheim Geschichte des Spätmittelalters und der frühen Neuzeit lehrt, und dessen Spezialgebiet neben der Rechtsgeschichte die „Historischen Hilfswissenschaften“ sind.

Eine Handschrift ist ein „Codex“, mehrere Handschriften sind „Codices“. Die Lehre von den Handschriften ist die „Handschriftenkunde“ oder „Kodikologie“. Sie ist ein Teilbereich der „Historischen Hilfswissenschaften“.

Im Hauptseminar „Kodikologie des Spätmittelalters und der frühen Neuzeit“ der Universität Mannheim im Frühjahrssemester 2016 befassen sich fortgeschrittene Studierende unter der Anleitung von Hiram Kümper mit ausgewählten Handschriften aus dem Bestand der Stadtbibliothek Ulm.

„d’Gaukler Biberach“ am Fest der Zentralbibliothek

An dem langen Samstag der Zentralbibliothek am 30. April waren auch „d‘ Gaukler Biberach“ anwesend und haben mit ihrem bunten Programm unser Fest bereichert. Allein ihre Kostüme, die der Gründungszeit der Bibliothek vor 500 Jahren in etwa entsprechen, waren ein schöner Hingucker im gesamten Stadtzentrum. Alle Besucher waren beeindruckt von ihrer waghalsigen und kraftstrotzenden Akrobatik und der spektakulären Feuerspuckerei. Der vereinseigene Fotograf der Gaukler hat uns freundlicherweise seine Fotos zur Verfügung gestellt.

Falls Sie die Gaukler verpaßt haben: Sie kommen am 5. Juni nochmal auf den Münsterplatz zu unserem großen Fahrbibliothekstreffen

Presseberichte über das Bibliotheksfest am 30. April

Unter folgendem Link finden Sie einen Bericht von REGIO TV über das Bibliotheksfest in der Zentralbibliothek am 30. April 2016: Bericht von REGIO TV

Wir bedanken uns auch für die positiven Rückmeldungen, welche Sie uns in dieser von REGIO TV durchgeführten Umfrage entgegenbringen.

Desweiteren hat auch die Südwest Presse über das Bibliotheksfest berichtet: Artikel der SWP

Autorengespräch mit Andreas Eschbach

Andreas Eschbach
© Andreas Eschbach

6. Mai, Freitag, 19:30 Uhr, Zentralbibliothek

Zum Auftakt der Reihe ZukunftLesen kommt einer der bedeutendsten europäischen Science-Fiction-Autoren in seine Heimatstadt Ulm. Im Gespräch gibt Andreas Eschbach Einblicke in sein literarisches Schaffen, das sich seit über 20 Jahren mit zentralen Zukunftsthemen auseinandersetzt. Zum Abschluss liest der Schriftsteller aus „Aquamarin“ – einem seiner jüngsten Werke.

Eintritt 6,-/3,- €, Karten-VVK ab 6. April während der Öffnungszeiten in der Zentralbibliothek (auch Tel. unter 0731/161-4140)

In Kooperation mit der Literaturwoche Donau: www.literatursalonulm.com