Ausstellung zu Ulrich Krafft

Ulrich KrafftDie Gründung der Ulmer Bibliothek datiert exakt auf den 1. April 1516, auf den Tag, an dem das Testament des Münsterpfarrers Ulrich Krafft in Geltung gesetzt wurde; wenige Tage später, am 11. April starb er. Sein Nachlass war der Beginn städtischer Aktivitäten für eine Bibliothek in räumlicher und organisatorischer Hinsicht und kann daher als Gründungsinitiative gelten. Neue Forschungen zu Ulrich Krafft, der in erster Linie ein namhafter Rechtslehrer war, machen wahrscheinlich, dass dieser mit Nachlass und Gründungsinitiative einem Vorbild folgte, das ihm aus seiner Zeit in Freiburg im Breisgau in Erinnerung war. Eine Auszählung im ersten Bibliothekskatalog von 1549 ergibt 370 Titel, die dem Nachlass des Bibliotheksgründers zuzuordnen sind: 190 juristische, 140 theologische und 40 im weiteren Sinne humanistische Titel. Anhand von Einbandmerkmalen und handschriftlichen Eintragungen können wir 186 Bände im heutigen Bestand als solche der Provenienz Ulrich Kraffts identifizieren.

Wir feiern die Gründung mit einem Festakt am 1. April und einer kleinen Ausstellung zu Ulrich Krafft, seinem Werdegang, seinem Wirken und mit seinem Büchernachlass. Diese Ausstellung finden Sie vom 5. April bis 23. April im Erdgeschoss der Zentralbibliothek.

„Adopt a book“ im Jahr 2016

Im Laufe der Jahrhunderte sind kostbare Bücher in den Besitz der Stadtbibliothek gelangt. 1995 hat die Bibliotheksgesellschaft Ulm e. V. in Zusammenarbeit mit der Stadtbibliothek Ulm eine Aktion unter dem Titel „adopt a book“ ins Leben gerufen. Mit dieser Aktion sollen „Paten“ gewonnen werden, die für ein Buch, das dringend restauriert werden müsste, die „Patenschaft“ übernehmen, d.h. die Kosten (auch Teilbeträge) der Restaurierung tragen. Weiterlesen „Adopt a book“ im Jahr 2016

Marlies Blume: Kabarett mit Herz für die Ulmer Stadtbibliothek!

Marlies Blume
© Heike Sauer

Marlies Blume, alias Heike Sauer, geht zum Festakt am 1. April und zum Bibliotheksfest am 30. April ganz individuell für uns „in sich, kommt wieder raus und geht dann total aus sich heraus. Sie treibt die kuriosesten Knospen, versprüht ausgedehnt Seelendünger, pflanzt sich mitten ins Leben, geht tief an die Wurzel und bleibt dennoch immer oberhalb der Gürtellinie. Dabei fegt sie wie ein Wirbelwind über die Bühne und singt und tanzt.

Marlies ist eine Blume, wie sie in keinem Buche steht. Dabei ist sie bestimmt kein Buch mit sieben Siegeln, sondern eher offen wie ein Buch und nicht zu vergessen: sie schwätzt auch wie ein Buch“ – und widmet sich dabei mit der gewohnten Leidenschaft der 500-jährigen Geschichte der Stadtbibliothek.

In diesem Sinne: Lasst Blume sprechen!

Heike Sauer ist Inhaberin des Kleinkunstpreises Baden-Württemberg 2008 und des Sebastian-Blau-Preises 2006.

marliesblume.de

Musikalische Begleitung während des Festaktes

Den musikalischen Rahmen zu unserer Auftaktveranstaltung am 1. April bestreitet ein eingespielter Jazz-Zweierpack: Joe Fessele, Klavier und Matthias Werner am Kontrabass.

Joe Fessele
© Joe Fessele

Joe Fessele hat an der Swiss Jazzschool Bern und der Rotterdamer Hochschule Jazzpiano studiert und ist inzwischen in der Ulmer Region kein unbekannter mehr. Er ist immer wieder live zu hören in unterschiedlichen Formationen von Jazz, Latin bis Soul und Pop.

 

 

Matthias Werner
© Matthias Werner

Der 26-jährige Matthias Werner, sensibler und vielseitiger Begleiter am Kontrabass, ist   musikalischer Zögling von Fessele. Er heimste schon Preise bei „Jugend Jazz“ ein und spielt in diversen Bands und klassischen Orchestern, hauptsächlich im Stuttgarter Raum.

An diesem Abend werden neben Jazz- und Latinoarrangements auch verjazzte klassische Themen zu hören sein. Dabei wird natürlich, wie im Jazz so üblich, improvisiert, gegrooved und interagiert.